Produkt der Woche: Agava Kristalline Agavensüße

Agavensüße

Foto: Biofach

 

Der Wunsch nach dem süßen Schlemmen ohne Reue, dem Zucker, der nicht dick und krank macht und den Zähnen nicht schadet, ist ungebrochen. Fast täglich kommen neue alternative Süßungsmittel auf den Markt. Auch in die Biofachgeschäfte. Trend sind zurzeit Süßungsmittel aus der südamerikanischen Agave, die es als Sirup pur, mit Kakao oder Himbeergeschmack gibt oder auch sprüh getrocknet als Pulver. Diese Streusüße soll wie Zucker genutzt werden, also zum Süßen in Getränke, Joghurt und Kuchenteig eingerührt werden.

 Bio-Food-Tester hat sich die Agava Kristalline Agavensüße von Karin Lang angeguckt, probiert und den Lagertest gemacht. Basis des Produkts ist der Saft der blauen Agave, der im Sprühverfahren gewonnen wird und so seine pulverige Konsistenz erhält. Beim Sprühtrocknen wird das Gros der Flüssigkeit entzogen, so dass sich das Süßungsmittel später in Getränken gut lösen lässt. Das ist zugleich aber auch das Problem. Denn der Zucker zieht auch gerne Feuchtigkeit an und klumpt dann in der Dose ganz ordentlich. Der Bio-Food-Test zeigt: Nach einem halben Jahr Lagerung ist der Inhalt der geöffneten, aber verschlossenen Dose ein fester Klumpen, von dem die Süße abgekratzt werden muss. Geschmacklich ändert sich wenig, aber unpraktisch ist es schon, die Süße nicht mehr Streuen zu können.

 Drin ist vor allem Zucker, genauer Frucht- und Traubenzucker und etwas Maltodextrin, das die Riesel- und Streufähigkeit gewährleisten soll. Angenehm hier, dass Karin Lang nicht verspricht, ihre Sirupe und Streuzucker würden vor Mineralstoffen und Spurenelementen nur so strotzen. Denn das wenigste, das hier landläufig behauptet wird, ist nachgewiesen. Durch die thermische Behandlung geht immer ein Teil der wertgebenden Inhaltsstoffe des Urprodukts verloren. Dass der alternative Zucker aber nur getrocknet und nicht aufwendig behandelt wird wie herkömmlicher Haushaltszucker, ist in jedem Fall ein Plus.

 Schmecken lassen kann man sich Agava Kristalline Agavensüße aber. Zwar besteht sie auch nur aus Zucker. Wegen des etwas kräftigeren Geschmacks, dürfte man davon letztendlich (wohl) aber etwas weniger verwenden. In der Ampel von Bio-Food-Tester erhält Agava Kristalline Agavensüße die Bewertung Grün. Sie ist also, bei maßvollem Gebrauch, zu empfehlen.

BFT_Ampel_Paprika_gruen

 

 

Auf einen Blick: Agava Kristalline Agavensüße

Anbieter

Karin Lang / Sonnentracht

Wie heißt es?

Agava Kristalline Agavensüße

Preis pro Dose (200 g)

3,49 €

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„Eine echte Alternative zum herkömmlichen Zucker“

Nährwerte je 100 g

Energie: 300 Kcal, Eiweiß: < 0,1 g, Fett: < 0,1 g, Kohlenhydrate: 75 g, davon Zucker: 75 g.

Was steckt drin?

Agavendicksaft, getrocknet 96 %, Maismaltodextrin 4 %

Alles Bio?

Ja

Was fällt auf?

Die Agavensüße lässt sich gut dosieren und in z. B. Joghurt einrühren. Jedoch ist sie nur in den ersten Monaten pulverig. Nach etwa einem halben Jahr gut verschlossen im Küchenschrank klumpt sie – und ist dann nur noch ein fester Block, von dem man den Zucker abkratzen muss.

Wie schmeckt´s

Angenehm süß, etwas kräftiger im Geschmack als normaler Zucker, dadurch verwendet man etwas weniger. Der Zucker ist nur für diejenigen eine Alternative, die einen etwas kräftigeren Geschmack akzeptieren.

Da geht noch was

Die Verpackung aus Pappe ist nicht ideal, da sie viel Feuchtigkeit durchlässt.

Bewertung

BFT_Ampel_Paprika_gruen

Grund für Abwertung

Kein

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