Produkt der Woche: Omega Pink von Bio Planète

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Foto: Bio Planète

Mit den mehren hundert Speiseölen auf der Biofach, die es an einer eigenen Probierstation zu degustieren gibt, ist man doch schnell überfordert. Viele schmecken schon toll, doch naturgemäß stellt sich bald ein Sättigungsgefühlt ein und die Geschmacksnerven streiken. Das ist schade, denn so eine reiche Auswahl an Bio-Ölen, wie hier auf der Messe in Nürnberg, findet man kaum irgendwo anders.

Unsere Geschmacknerven waren nach dem Besuch bei Bio Planète vollauf befriedigt. Im vergangenen Jahr kam die dazugehörige Ölmühle Moog mit den drei Omega-Ölen „Blue“, „Orange“ und „Green“ zur Messe. Jeweils Leinöle, denen aber das Bittere fehlt und die je eine weitere Besonderheit bieten: „Grün“ ist mit Kürbiskernöl versetzt, „Orange“ mit Orangenöl und „Blue“ hat einen Zusatz an Algenöl. Nett verpackt in ein Fläschen plus Kartonhülle, da das Leinöl kein UV-Licht verträgt.

Dieses Jahr also Omega Pink. Das neue Öl, das es ab März zu kaufen geben wird, soll Produkt der Woche bei Bio-Food-Tester sein. Omega Pink ist eine Mischung aus gut 50 Prozent Leinöl plus, Macadamiaöl, Borretschöl und Granatapfelkernöl, allesamt Öle mit einem hohen Gehalt an gesunden mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Leinöl ist zudem sehr reich an ungesättigter Alpha-Linolensäure, die der Körper nicht selbst herstellen kann. „Pink“ wird es, zumindest theroretisch durch Himbeerpulver. Auf dem Löffel sieht es doch aus wie ein Öl, eben bräunlich-grün.

Ob das neue Öl tatsächlich vor allem Frauen Power gibt, wie es die Werbung verspricht, sei dahingestellt. Denn ungesättigte Fette brauchen auch Jungs und Männer. Jedoch wird das sehr zimtige Öl mit leicht fruchtiger Note vor allem den Geschmack von Frauen treffen. Bio-Food-Tester hat probiert – und das neue Pink-Öl für lecker befunden. Es ist natürlich Geschmackssache, ob man eine Mischung aus Zimt, Himbeeren und Kurkuma im Öl mag. Wir finden aber, dass vieles erlaut ist, was den Genuss von Leinöl verbessert. Und wenn es eine zimtige Mischung mit einem Hauch Himbeere ist, umso besser.

Das Öl sollte nur sehr sparsam verwendet werden. Bio Planète empfiehlt jeweils einen Teelöffel an die Salatsauce zu geben oder auch als I-Tüpfelchen für die Karottensuppe. Wird mehr Öl benötigt, kann das aromatische Pink-Öl durch ein eher neutral schmeckendes Rapsöl ergänzt werden. Andernfalls verdünnt sich der besondere Geschmack von Omega Pink zu sehr.

Das Öl könne auch im Rahmen einer zehntägigen Frühjahrskur verwendet werden, rät Bio Planète. Täglich soll dann ein Teelöffel Omega Pink ins Essen kommen. Die passenden Rezepte für die Kur stecken in der Verpackung.

Bio-Food-Tester kann das neue Öl empfehlen. In unserer Ampel erhält es die Bewertung Grün.

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Auf einen Blick: Omega Pink Leinöl-Mixtur von Bio Planète

Anbieter Bio Planète/Ölmühle Moog
Wie heißt es? Omega Pink
Preis pro 100-ml Flasche 6,98 €
Werbung „Gibt Frauen Power“,
Nährwerte je 100 ml Energie: 818 Kcal, Eiweiß: 1 g, Fett: 90 g, Kohlenhydrate: 1 g, davon Zucker: 1 g.
Was steckt drin? Leinöl (55 %), Sonnenblumenöl, geröstetes Macadamiaöl, Borretschöl, Granatapfelkernöl, Himbeerpulver, gefriergetrocknet (2,7 %), Zimtrindenöl, Kurkuma, Pfeffer
Alles Bio? Ja
Was fällt auf? Hauptbestandteil des Aromaöls ist Leinöl. Das vermutet man nicht, da das Öl sehr mild schmeckt. Die Ölmühle Moog hat schon vor Jahren ein Verfahren entwickelt, mit dessen Hilfe die Bitterstoffe aus dem Leinöl entfernt werden. Bitterstoffe sind zwar gesund, denn sie helfen dabei, mit dem Essen aufzuhören, wenn man satt ist und schützen so vor Übergewicht. Jedoch wird Leinöl gerade wegen seiner Bitterstoffe auch abgelehnt. Da es sehr gesund ist durch seinen hohen Gehalt an mehrfach ungesättigter Alpha-Linolensäure, hier sind 31 Gramm drin, wird das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden.Ob das neue  Öl gesundheitlich vor allem Frauen nützt, sei dahingestellt. Die leicht süßlich-fruchtige Note ist aber aber schon eher etwas für Frauen. Probieren, werte Herren, kostet aber nichts.
Wie schmeckt´s? Sehr zimtig mit einem Hauch Himbeere und Granatapfel. Vorausgesetzt, man schüttelt die Flasche sehr, sehr gut. Denn das Himbeerpulver setzt sich gern am Boden fest und will mit Macht ins Öl geschüttelt werden.
Das Leinöl schmeckt gar nicht bitter hervor, auch Kurkuma und Pfeffer bleiben im Hintergrund. Insgesamt eine tolle Ölmischung, mit der das Essen von gesundem Leinöl Spaß macht.
Da geht noch was… Die Löslichkeit des Himbeerpulvers könnte verbessert werden, damit man in den Genuss der feinen Frucht kommt. Auf der Packung findet sich aber der Hinweis, dass das Öl geschüttelt werden muss.
Bewertung BFT_Ampel_Paprika_gruen
Grund für Abwertung Kein

 © Bio-Food-Tester